Könnte das Gärtnerplatzviertel Münchens erster Superblock werden?

Was ist denn überhaupt ein Superblock?

Die Idee wurde bekannt aus Barcelona, wo bereits seit 2013 der Verkehr in fünf Wohnvierteln auf das Superblock-Modell umgestellt wurde, mit der Aussicht das Konzept in 115 weiteren barcelonischen Vierteln umzusetzen. Autos dürfen zwar weiterhin durchs Viertel fahren, allerdings mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 10 km/h. Die abgesenkte Verkehrsflächen werden abgeschafft, sodass im gesamten Viertel eine Art flächendeckende Gehsteig entsteht. Sehr schön bildlich dargestellt wird das „Superblock“-Konzept in diesem Video:

Für das Superblock-Konzept eignet sich das Gärtnerplatzviertel hervorragend:

  • Der Autoverkehr lässt sich leicht auf die das Viertel umschließende Straßen umleiten.
  • Die Gestaltung des Viertels als Superblock verspricht eine Lösung für das ernsthafte Luftverschmutzungsproblem:

    NO2

    Erfahrungsewerte aus Spanien zeigen, dass durch das Implementieren von Superblocks die NO2-Belastung um 42% gesunken ist. Für das Gärtnerplatzviertel würde das bedeuten, dass der Grenzwert von 40 ug/m3 erreicht oder zumindest fast eingehalten werden könnte.

  • Die lokale Wirtschaft mit vielen kleinen Läden und Cafes würde davon profitieren.
  • Für den Tourismus im Gärtnerplatzviertel wäre das Superblock-Konzept ebenfalls ein Pluspunkt. Gärtnerplatz ist zwar primär ein Wohnviertel, grenzt aber an die Fußgängerzone der Innenstadt (Viktualienmarkt).
  • Das Abschaffen der Straßenparkplätze würde zumindest von den vielen unterirdischen und auf Privatgrundstücken stehenden Parkplätze abgefedert. Außerdem bietet das Parkhaus am Isartor zeitlich begrenztes Parken.

Sollte das Projekt die versprochene Steigerung der Lebensqualität im Gärtnerplatzviertel zur Folge haben, besteht schließlich die Aussicht, das Gärtnerplatzviertel als Vorbild für die Umsetzung von Superblocks in anderen Münchner Viertel zu nehmen. Zum Beispiel Glockenbackviertel, Dreimühlenviertel, Klinikumsviertel, das Viertel zwischen Ostbahnhof und Wiener Platz und Teile von Lehel, Schwabing und Bogenhausen.

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